Traumgemeinde

In letzter Zeit erleben wir ziemlich radikale Veränderungen in unserem Leben/Denken/Glauben – wohl angeregt durch die McLaren-Bücher, FGI, Erlebnisse, Gespräche und unsere Situation. Bin gespannt, ob oder wie es mit uns in Richtung "emerging church" weiter geht. Klar und supergut ist, dass da grundlegend neue Gemeinden entstehen, die sich total unterscheiden von unserer gewohnten alten Gemeindeform ("versammlungs- od. gebäudeorientierte Gemeinde").

Träumst du von deiner Gemeinde der Zukunft? Wie sieht sie aus?

Ich träume von einer Gemeinde, in der:

  • es 1-2x pro Monat grössere Versammlungen in Festform gibt mit Essen (Gemeinschaft), Worship und wenig Geschwätz
  • in der ich SchwarzbrotLehre (=viel Geschwätz) kriege, die mir was bringt und bleibt (also in kleineren InteressenGruppen)
  • die keine Angst vor normalen Leuten hat, mitten unter solchen Leuten lebt und sie einfach gern hat. Und zu den Leuten geht statt nur den GD ultramultimedial gestaltet (was an sich gut ist!) und einlädt und wartet, bis Leute kommen.
  • die sich für gegen soziale Not einsetzt (und somit Gebetserhörungen am Laufmeter erlebt und automatisch viel betet)

Liste wird laufend erweitert ;-)

Das ist fundamental anders als viele jetztige Gemeinden. Seien sie Brüdergemeinden oder ICF: es ist das alte Gemeindenprinzip.

Veröffentlicht in: on 11. Mai 2006 at 14:15 Kommentare (2)

Die URI zum TrackBack dieses Beitrags lautet: http://bassbones.wordpress.com/2006/05/11/traumgemeinde/trackback/

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag.

2 Kommentare Leave a comment.

  1. „… eine Gemeinde, in der es … gibt, in der ich … kriege, die sich einsetzt …“
    Das klingt echt traumhaft doch sehr unpersönlich. Wo und wie bist du darin vertreten?
    Fängts wieder bei der Idee, wie GEMEINDE auszusehen hat an oder mit MEINEM persönlichen DIENST, der Wellen schlägt?

  2. Guter Punkt. Hab heute beim Joggen(!) noch etwas rumgedacht daran. Ich glaube, ich werde mal eine verständlichere (und bis dann hoffentlich feingeschliffenere) Formulierung meines Traums hier posten.

    Ich glaube es liegt an unterschiedlicher Definition von „Gemeinde“. In traditionellen Gemeinden – damit meine ich praktisch alle Gemeinden, die ich in der Schweiz kenne – beschreibt das Wort „Gemeinde“ die Institution und oft auch eine Örtlichkeit, ein Gebäude, eine Versammlung. In meinem Traum (bzw in „emerging churches“) geht’s um etwas Unhierarchisches, Dezentrales.

    In der Zwischenzeit ist also in meinem Traumbeschrieb das Wort „Gemeinde“ einfach mit „Gemeinschaft um Jesus“ zu ersetzen. Das heisst, wenn meine „Gemeinschaft um Jesus“ sich für die Armen einsetzt, heisst das: ICH setze mich gemeindsam mit anderen für die Armen ein.

    Und irgendwie muss wohl noch die „Gemeinschaft um Jesus“ definiert werden, als etwas, wo es mehr um’s Geben geht als um’s nehmen. In dem der grösste Dienst an mir ist, dass ich meine Gabe (ein)bringen kann.

    So, Sam, und jetzt das Ganze kurz, knapp und trotzdem präzis fromulieren… *uff* da ist Joggen doch einfacher.


Leave a Comment